Übersetzungsplagiat - Wie aus Übersetzungen Plagiate werden können

VORSICHT: Plagiat, - Übersetzungsplagiat!

In letzter Zeit ist häufiger von Übersetzungsplagiaten bei der Hausarbeit, Seminararbeit, Bachelorarbeit, Master Thesis und auch bei der Doktorarbeit die Rede. Daher möchten wir über dieses Problem, und wie man es in den Griff bekommen kann, informieren.

Dass für eine wissenschaftliche Hausarbeit, Bachelorarbeit bis hin zur Doktorarbeit Quellen in anderen Sprachen verwendet werden, ist nicht ungewöhnlich, sondern in vielen Fachbereichen sogar üblich. So werden Aussagen übersetzt, paraphrasiert und belegt. Aber es kann dabei auch passieren, dass umfangreichere Passagen übersetzt und direkt übernommen werden, ohne die Quelle zu nennen. Diese Übersetzungen sind Plagiate. Diese Form des Plagiats wird als Übersetzungsplagiat bezeichnet und ist wie ein Plagiat strafbar.

Übersetzungsplagiat – was ist das?

Von einem Übersetzungsplagiat spricht man, wenn ein Text, der in einer anderen Sprache vorliegt, in die Sprache der wissenschaftlichen Arbeit (Hausarbeit, Seminararbeit, Bachelor Thesis, Masterarbeit, Promotion etc.) übersetzt und als eigene Erkenntnis bzw. wissenschaftliche Leistung ausgegeben wird. Dies ist der Fall, wenn man die eigentliche, fremdsprachige Quelle nicht angibt und nicht vermerkt, dass es sich hier um eine Übersetzung handelt.

Ein Übersetzungsplagiat ist also ein Plagiat, bei dem ein Text aus einer anderen Sprache wortwörtlich übersetzt und dann ohne Kennzeichnung als Übersetzung und Zitat in einer wissenschaftlichen Arbeit verwendet wird. Man geht auch von einem Übersetzungsplagiat aus, wenn die Übersetzung nicht wortwörtlich, sondern „nur“ sinngemäß ist. Denn die Inhalte und Erkenntnisse der Originalquelle werden als eigene wissenschaftliche Leistung ausgegeben und nicht als Zitat und Übersetzung gekennzeichnet.

Findet Plagiatssoftware Übersetzungsplagiate?

Da der Text nun in einer anderen Sprache vorliegt, meinen manche, dass dieses Plagiat nicht entdeckt werden kann, denn immerhin ist der Text ja in einer neuen Sprache eigenständig vorhanden. Aber Vorsicht: Der Text – seine Aussage und seine Belege – ist noch in der anderen Sprache existent.

Viele machen sich die Übersetzungsarbeit sehr leicht, indem sie zu automatisierten Übersetzungsdiensten wie z.B. Google-Übersetzer, Babelfish etc. greifen. Einfach via copy & paste den Text mit einem Mausklick übersetzen lassen. Die Versuchung ist groß, da es einfach scheint, mit einem Mausklick wissenschaftlich glänzen zu können.

Diese Plagiate sind zwar weniger gefährlich als die 1:1-Kopien. Denn einfache Plagiatserkennungsprogramme können nicht sofort erkennen, ob eine andere Quelle existiert oder ob einfach übersetzt wurde. Jedoch gibt es seit einigen Jahren auch ausgereiftere Programme, die Texte in anderen Sprachen erkennen bzw. von Texten auf Knopfdruck Übersetzungen erstellen und bei ihren Analysen berücksichtigen. Somit werden Übersetzungsplagiate schnell entlarvt.

Zudem ist nicht zu unterschätzen, dass Dozenten – auch ohne Plagiatssoftware – solche Betrugsversuche erkennen. Denn nicht selten kennen sie die Aussagen, Positionen etc. anderer Quellen. Und die Dozenten merken den Unterschied zwischen eigener studentischer Transferleistung oder einem bloßen Wissensdiebstahl.

Übersetzungsplagiate, Plagiate und ihre Folgen

Bei Plagiaten und auch bei Übersetzungsplagiaten können strafrechtliche Verfahren und die Exmatrikulation die Folge sein. Auch eine Neu-Immatrikulation kann ausgeschlossen sein. Zudem können zusätzlich Geldstrafe im fünfstelligen Euro-Bereich fällig werden.

Daher ist zur eigenen Sicherheit eine Plagiatsprüfung immer zu empfehlen!

Wie vermeide ich ein Übersetzungsplagiat?

Übersetzungen von fremdsprachigen Texten sind nicht verboten, - sondern oftmals sogar geboten. ABER dabei soll man die Übersetzung als solche kennzeichnen und nicht die Übersetzung als eigene wissenschaftliche Leistung ausgeben.

Die korrekte Vorgehensweise ist:

Man übersetzt den Text ins Deutsche bzw. in die Sprache der Hausarbeit, Bachelor Arbeit, Masterarbeit, Doktorarbeit etc.

Dann hebt man z.B. durch Einrückung, Kursivschrift oder einer anderen Schriftfarbe diesen Textteil hervor und kennzeichnet ihn mit „übersetzt aus …" (Nennen der Originalquelle).

Entscheidend ist, dass die Übersetzung deutlich gekennzeichnet ist und die Quelle genannt wird!

Weiterführende Links – Plagiat, Übersetzungsplagiat:

Veröffentlicht am 17.10.2017

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